Eröffnung des Herzoglichen Museums Gotha am 19.10.2013

Am 19.10.2013 öffnete das Herzogliche Museum Gotha (kurz HMG) nach zweijähriger Sanierung wieder seine Tore für die Öffentlichkeit. Das HMG ist Teil der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Zwischen 1864 und 1879 vom Architekten Franz von Neumann im Auftrag des Herzogs Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha erbaut, diente es in erster Linie als repräsentative Heimat der reichen Sammlungen des Herzogs. Im Aufbau und Stil des Gebäudes erkennt man schon die im 19. Jahrhundert neu entstandenen Museumsbauten, wie beispielsweise die Dresdner Gemäldegalerie, aber auch italienische Paläste als Vorbild. Das Museum beherbergte nach seiner Eröffnung im Jahr 1879 eine breite Palette von Exponaten, z.B. geologische und archäologische Funde, aber auch Gemälde, Skulpturen und Keramiken und erlangte weit über die Grenzen Deutschlands hinaus einen sehr guten Ruf. Ein großer Einschnitt lässt sich in der Zeit nach 1945 festmachen. Große Teile der Kunstsammlung wurden als Wiedergutmachung für die Verbrechen und Kunstdiebstähle der Nazis in die damalige Sowjetunion transportiert, allerdings zu einem Großteil bereits Ende der 1950er Jahren wieder zurück gegeben. Schon ab Beginn der 50er Jahre verfügte das Haus in erster Linie über die naturwissenschaftlichen Sammlungen. In den 1970er Jahren wurde in der ehemaligen DDR dann in „Museum der Natur“ umbenannt und blieb bis zu seiner Schließung wegen Neugestaltung die Präsentationsfläche der naturwissenschaftlichen Sammlungen der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha. Die im Schloss selbst bereits begonnene Idee, die der Stiftung zugehörigen Häuser, Institutionen und Parkanlagen als „Barockes Universium“ neu zu konzipieren, wird mit der Öffnung des Herzoglichen Museums als Kunstmuseum ein bedeutender Meilenstein hinzugefügt. Das Museum knüpft mit der Fülle an besonderen Exponaten und Schätzen aus der Kunstsammlung der Stiftung wieder an den Glanz des 19. Jahrhunderts an: Man sieht nicht nur Gemälde von Tischbein, Cranach und anderen deutschen oder niederländischen Malern, es wird zudem eine der größten Sammlung von Skulpturen des berühmten Bildhauers Jean Antoine Houdon außerhalb Frankreichs ausgestellt. Zudem beeindruckt das neueröffnete Haus mit einer einzigartigen Sammlung von Korkmodellen antiker Bauten sowie ägyptischer Mumien und Grabbeigaben und außerdem einer Fülle von Asiatika.
Im Folgenden wird anhand fotografischer Eindrücken versucht, den neuen Aufbau des HMG nachzuvollziehen und die Ausstellungen im neuen Herzoglichen Museum sowie dem Schloss Friedenstein Gotha ans Herz zu legen. Der Besuch lohnt sich aus vielen Gründen, aber zwei seien hier besonders hervorgehoben: Zum einen beeindrucken beide Museen mit der Pracht ihrer Architektur, in deren Inneren noch sehr viel im Originalzustand erhalten ist; zum anderen befinden sich sowohl im Schloss als auch in der Kunstsammlung – die nicht umsonst „Louvre Thüringens“ genannt wird – besondere Kleinode, die zumeist gut inszeniert sind. Vielleicht inspirieren die Bilder (oder unten stehendes Video der Thüringer Tourismusgesellschaft) den einen oder anderen zu einem Abstecher nach Gotha, wenn die Reise mal gen Thürigen führt.

abschied

1. EINDRÜCKE

Räume und Vitrinen

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raum2

raum3

raum4

razn5

vitrin4

vitrin1

vitrine

vitrine2

vitrine5

2. SOUTERRAIN

Ägypten und Antike

ägypten1

ägypten2

ägypten3

ägypten4

antike_klein1

antike_klein3

antike_klein4

antiken_klein2

Korkmodelle

kork1

kork2

kork3

3. ERSTES OBERGESCHOSS

Skulpturenkabinett

houdon_klein1

houdon_klein2

houdon_klein3

houdon_klein4

houdon_klein5

4. ZWEITES OBERGESCHOSS

Malerei

liebespaar

bild1

altar1

altar2

Asiatische Kunst

asia

asia1

asia2

asia3

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