Bye, bye Bockenheim… und hello again…

Am letzten Samstag machte einen Ausflug ins Nordend, um Fräulein Zuckerminz Designgesellschaft zu besuchen und mir dort bekannte und unbekannte Aussteller_innen von Handgemachtem „made in Frankfurt“ anzusehen (an dieser Stelle ein kurze Empfehlung für Fourier, Fennek und Miss Tula Trash/Kerstin Lichtblau). Kaum war ich der U-Bahn am Merianplatz entstiegen und ein paar Meter die Berger hoch und runter gelaufen, hatte ich sofort einen spontanen Fluchtreflex zurück nach Hause, zurück nach Bockenheim. Ich war froh als die U 4 mich schließlich in Richtung Bockenheimer Warte gefahren hat.

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Ich weiß auch nicht, warum ich von den vielen, vielen Stadtteilen Frankfurts ausgerechnet Bockenheim am liebsten mag – denn man kann sich darüber mit Freunden und Bekannten wahrlich großartig streiten, welcher Teil unseres geliebten Frankfurts der beste ist. Warum ich mich in Bockenheim verliebt habe, weiß ich nicht so genau; wann es war weiß ich allerdings noch: Es war im Oktober 1998, als ich mein Herz verloren habe. Ich stieg auf dem Weg zur Einführunsgveranstaltung für den Magisterstudiengang in der Gräfstraße aus dem Auto und schon war es um mich geschehen. Bockenheim war alles, war Frankfurt, war Großstadt und wie es immer so ist, wenn man zum Studium in eine andere Stadt aufbricht, es war Freiheit und ein neuer Lebensabschnitt. Dieser „Neuanfang“, weg aus der Stadt, in der ich aufwuchs, war spannend und neu. Schloß-, Gräf-, Kies, Adalbert- und Leipziger Straße wurden mein „Kiez“.
Heute ist Bockenheim sogar noch mehr, denn es ist zur Heimat geworden. Es bedeutet nun Freundschaft, Familie, Nachbarn und unzählige schöne Erinnerungen und wunderbare Orte, an denen man einfach gerne gewesen ist und sein will, wie z.B. das Café Crumble (oder wie es bei uns auch immer noch heißt: Klemm), das Café Albatros, natürlich die Volkswirtschaft und noch viele, viele mehr.

Als ich dann im letzten Jahr nach einiger Zeit des Wegseins wieder an die Goethe-Universität zurück gekehrt bin, um dort zu arbeiten, hat es mich weniger mitgenommen, als auch hier mit der Abteilung der Umzug ins Westend anstand. Schade fand ich nur den schnellen Abschied vom so genannten „Altcampus“, denn die Erinnerungen die seit 99 Jahren an diesem Ort hängen, sollten doch gewürdigt werden. Deswegen sage ich mit ein paar persönlichen Impressionen „bye, bye Bockenheim“ von der Universität…

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Allerdings kann ich zum Schluß neben Worten des Abschieds auch „hello again“ sagen, da ich immer noch im besten aller Stadtteile wohnen darf. Also, Bockenheim, dann ist das alles doch gar nicht so schlimm…

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Eine Antwort zu “Bye, bye Bockenheim… und hello again…

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