Ausstellungen@Berlin: Teil 1 – Themenjahr 2013

ZERSTÖRTE VIELFALT

Das Deutsche Historische Museum (DHM) Berlin zeigt bereits seit dem 31. Januar diesen Jahres die Ausstellung „Zerstörte Vielfalt – Berlin 1933 bis 1938“. Das ist der Beitrag des DHM zum Themenjahr 2013 der Stadt Berlin, die den Opfern des Nationalsozialismus und der damit zusammenhängenden Zerstörung, Veränderung und dem dunkelsten Kapitel im eigentlich „roten“ Berlin gedenkt.
Die Ausstellung orientiert sich mit ihrer Laufzeit, vom 30. Januar bis 10. November 2013, an zwei der einschneidensten Daten der Geschichte Deutschlands und auch Berlins. Da wäre die Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933, genau vor 80 Jahren, die mit einem Fackelzug zum Brandenburger Tor begann, und einer bis dahin toleranten, vielfältigen und moderen Metropole der Avantgarde brutal ein ganz anderes Erscheinungsbild gegeben hat. Das Ende der Berliner Kultur der goldenen Zwanziger manifestiert sich bis heute an vielen Plätzen der Stadt, die zum Teil jedoch erst mit entsprechenden Hinweisen sichtbar werden. Der Höhepunkt der Zerstörung und Verfolgung von politischen Gegner_innen und jüdischen Bürger_innen fand dann in den Progromen des 9. November 1938 statt – auch an dieses Datum soll die Ausstellung sowie das Themenjahr erinnern. Neben dem DHM widmen sich über vierzig andere Museen und Gedenkstätten sowie mehrere Kunstprojekte, private Vereine, Stadtteilinitiativen, Theaterstücke und Lesungen u.v.m. der Thematik.

Betritt man die Ausstellung „Zerstörte Vielfalt“ im DHM fallen einem zunächst die Litfaßsäulen auf. Sie sind dicht bedruckt und präsentieren auf erfrischend andere Weise die historische Chronologie der in der Ausstellung thematisierten Zeit. Vertieft man sich in die historischen und kulturellen Ereignisse Berlins in den 1920er und 30er Jahre wird schnell deutlich, wie bereits lange vor 1933 die rechtsradikalen Tendenzen in Deutschland erstarkt sind. So folgt nach der Uraufführung des berühmten „Blauen Engels“ mit Marlene Dietrich im April des Jahres 1930 im Herbst desselben Jahres die Störung der Rede von Thomas Mann zu den Reichtagswahlen durch rechtsradikale Demonstranten.

Blick in die Ausstellung

Blick in die Ausstellung

Aufmerksamkeit erregen in der von der Farbgestaltung her eher zurückhaltenden Ausstellung in rot gehaltene Kuben, die spezielle Aspekte in der Geschichte Berlins zwischen 1933 und 1938 highlighten. In einer der ersten quadratischen Vitrinen wird die Geschichte von Gabriele Tergit erzählt, die als Schriftstellerin, Journalistin und auch als Gerichtsreporterin bekannt wurde. In ihren Artikeln machte sie schon frühzeitig auf die antisemitischen und rechtsradikalen Tendenzen in Deutschland aufmerksam und wurde zu einer der schärfsten Kritikerinnen der NSDAP – bereits vor deren „Machtergreifung“. 1933 floh Tergit über Prag nach Palästina und lebte dann ab 1938 bis zu ihrem Tod in London. (Weitere Informationen zu Gabriele Tergits Biografie)

Eine anderer Kubus thematisiert das in Briefen bezeugte Verhältnis zwischen Marie Winter und Ilse Heim-Winter. Während die Jüdin Marie noch in Berlin lebt, ist ihre Tochter Ilse bereits aus Deutschland in die Schweiz ausgewandert. Verzweifelt berichtet Marie in unzähligen Briefen von ihrer Angst vor den Nazis, den immer schlimmer werdenden Repressalien und der Hoffnung, sie möge von ihrer Tochter in die Schweiz geholt werden. Die Tochter Ilse weigert sich, wie von der Mutter gewünscht, einen reichen Fabrikanten zu heiraten, um dann die Mutter zu sich zu holen. Als sich Maries Situation in Deutschland zuspitzt, gelingt es Ilse dann doch im Jahr 1942 die Flucht für die Mutter zu organisieren. Fünf Frauen, unter ihnen Marie, versuchen in die Schweiz zu fliehen. Doch kurz vor der Schweizer Grenze werden vier davon von der Gestapo gefasst und deportiert; Marie stirbt schließlich in der Gefangenschaft (Siehe zu der Geschichte von Marie und Ilse auch „Ich will keine Blaubeertorte, ich will nur raus“). Die Hörstation in Berliner DHM macht auf ganz intime Art die Verzweiflung und Sehnsucht der Mutter hör- und fühlbar und verleiht dem tragischen Mutter-Tochter-Schicksal Gänsehaut.

Briefwechsel

Eine weitere unbekannte Geschichte, die sicher den meisten Deutschen nicht bekannt ist, präsentiert eine dritte Vitrine. Hier werden verschiedene Schicksale Berliner Afro-Deutscher vorgestellt. Sie oder ihre Familien stammten zum größten Teil aus den ehemaligen deutschen Kolonien in Afrika, wie Kamerun oder Deutsch-Ostafrika. Zur Zeit des Nationalsozialismus erfuhr diese Gruppe Diskriminierung und Verfolgung, die oft in Zwangssterilisation und Deportation – also Tod – endete.

Ein vierter Kubus stellt uns die „Zeitzeugen-App“ der Berliner Geschichtswerkstatt e.V. vor, die ab Mai 2013 – allerdings nur für das iPhone – zur Verfügung stehen wird. Grundidee hinter dieser App ist, dass sich Besucher_innen auch außerhalb von Museen und Gedenkstätten mithilfe ihres Smartphones auf einen multimedialen Stadtspaziergang begeben. Man kann die Wege der Zwangsarbeiter_innen in Berlin in der Zeit nach 1938 verfolgen und erkunden. Mithilfe von Zeitzeugen-Interviews, Fotos und Karten werden deren Erinnerungen lebendig und historische Spuren im heutigen Berlin aufspürbar.
Hier sei am Ende ein Hinweis in eigener Sache gemacht: Wer die Zeitzeugen-App in den nächsten Wochen ausprobiert, der möge mir doch bitte ein Feedback über Funktionen und Erfahrungen geben.

VERFEMT-VERFOLGT-VERGESSEN

Die Ausstellung „verfemt-verfolgt-vergessen. Kunst und Künstler im Nationalsozialismus. Werke aus der Sammlung Gerhard Schneider“ ist auch Teil des Themenjahres.
Sie ist vom 26. Februar bis 8. Mai 2013 im Ephraimpalais, das Teil der Stiftung Stadtmuseum Berlin ist, zu sehen.
Neben dem 80. Jahrestag der Machtergreifung gedenkt die Ausstellung außerdem noch einem anderen dunklen Jahrestag: Im Jahr 1938 wurde in Berlin die Ausstellung der NSDAP Gau Berlin „Entartete Kunst“, die ein Jahr zuvor in München zwei Millionen Besucherinnen und Besucher hatte, der Öffentlichkeit präsentiert. Hierin wurden die Künstler_innen der Moderne diffamiert. Die Ausgrenzung und Verfolgung vieler dieser Künstler_innen endete in den Zeiten der Herrschaft der Nationalsozialisten im (Frei-)Tod. Bereits mit der Machtergreifung begann die Hetze gegen die Künstler_innen, deren Kunst heute noch als wegweisend gilt und deren neue Seh-, Mal- und Ausdrucksweise untrennbar mit dem Begriff der Moderne verbunden sind. Als „entartete Kunst“ galt alles, was sich in irgendeiner Form gegen die Vorstellung der Nationalsozialisten im Bezug auf „Reinheit“, „Rasse“ und „deutsche Kunst“ stellte. In den Münchner und Berliner Schau wurden über 100 Künstlerinnen und Künstler als „undeutsch“ definiert und in einem „Ausstellungskatalog“, der nichts anderes als eine reine „Schmähschrift“ war, wie es im Flyer der jetzigen Ausstellung heißt, an den Pranger gestellt. Ihre Werke wurden beschlagnahmt und zerstört – ein großer und unwiederbringlicher Verlust der Kunstwelt. Viel schlimmer als dieser Schaden sind jedoch die menschlichen Schicksale der Künstler_innen zu bewerten, die aufgrund von Diskriminierung oder aus Angst vor der Deportation freiwillig ins Exil gingen (zur Biografien der Exilant_innen), den Tod gesucht haben oder ihn durch die Nazischergen fanden.

Plakatmotiv der Ausstellung: Bunk: "Mann vor der Mauer", um 1935, Kunstmuseum Solingen (In: http://www.museum-digital.de/rheinland/index.php?t=objekt&suinin=2&suinsa=30&oges=64)

Plakatmotiv der Ausstellung: Bunk: „Mann vor der Mauer“, um 1935, Kunstmuseum Solingen (In: http://www.museum-digital.de/rheinland/index.php?t=objekt&suinin=2&suinsa=30&oges=64)

Das Ephraimpalais beherbergt mit der Ausstellung die Sammlung von Gerhard Schneider, der ehemalige „Philosophie-Lehrer und Antiquar, der Mitte der 80er Jahre nach jenen Künstlern zu suchen begann, die es nach 1945 nicht mehr zurückgeschafft hatten in die öffentliche Aufmerksamkeit und den Kanon der Kunstgeschichte“ (In: „Aus dem Kohlekeller geborgen„, taz.de). Schneider sammelte zunächst Kunst mit Berlin-Bezug, die sich oft mit derjenigen, die bei den Nationalsozialisten als „entartet“ galt, überschnitt. Durch dieses Konzept führt uns die Sammlung Schneider Kunst einer Zeit vor, die zum einen lebendig und progressiv in ihrem Zugang zur Gesellschaft, zugleich aber auch von Angst und Zerstörung geprägt war.

Obwohl sich die Ausstellung zum größten Teil mit der Diffamierung von Menschen, Zerstörung von Leben und Kunst befasst, ist sie nicht dunkel und traurig. Es scheint Widerstand in Sujets und der lebendigen Farbigkeit der Bilder auf. Es wid deutlich, warum die Moderne so anders und so wichtig für die Kunst war. Man freut sich mit den Künstler_innen die überlebt und weiter Kunst gemacht haben. Man begehrt auf mit dem Ehepaar Grundig, das trotz persönlicher Gefahr die Greultaten der Nationalsozialisten in ihren Arbeiten – wie beispielsweise „Unterm Hakenkreuz“ – an den Pranger stellt. Oder man ist stolz auf die Hamburger Sezession, die einzige Künstlervereinigung, die 1933 ihre jüdischen Mitglieder nicht ausschloss, sondern sich stattdessen auflöste und am letzten Abend das gesamte Vereinsvermögen vertrunken hat.

Man betritt den ersten Raum der Ausstellung und befindet sich im wahrsten Sinne des Wortes „Am Abgrund“: Hier hängen Bilder, die das Leiden und den Tod thematisieren, die der 2. Weltkrieg gebracht hat. Symbolisch für die Kunstwerke, die die dunkle Seite des Kriegs und des Nationalsozialismus aufzeigen, steht Fritz Dudas Bild aus dem Jahr 1944 mit dem Titel „Mutter, Dein Sohn!“. Die Verwendung von dunklen Farben und die Raben als Todesboten konfrontieren die Betrachter_innen mit Tod und Sterben. Der sterbende Soldat im Gemälde ruft sofort Assoziationen mit einem elendig verendenden Lebewesen und somit den Schrecken der Todesqualen hervor. Nicht nur der Titel des Kunstwerks erinnert an Jesu Leiden und seinen Kreuztod. Der Stacheldraht hat programmatische Ähnlichkeit mit der Dornenkrone und die Kopfverletzung lässt einen an die geschundene Stirn des gekreuzigten Jesu denken.
Auch Gemälde von Eduard Hopf aus dem Jahr 1943 führt den Wahnsinn des Krieges vor Augen: Hierin wird eine „Irre im Luftsschutzkeller“ porträtiert. Das Bild entstand als Nachbetrachtung des Hamburger Feuersturms, in dem Menschen fast zwei Wochen in den Luftschutzbunkern eingeschlossen waren. Die Irre auf dem Bild hält einen kleinen Vogel, der wohl auch im Bunker gefangen ist, versucht diesen zu hegen, so dass er Bombenhagel und die Schrecknisse überlebt, weil er das Symbol des (Über-)Lebens ist.

Der nächste Raum thematisiert den Aufbruch in die Moderne. Hier wird man sofort aufgrund der Farbigkeit und der Formsprache an Künstler_innen wie Cézanne, van Gogh, Gauguin oder an Gruppen wie „Die Brücke“ oder „Blauer Reiter“ erinnert. Doch diese berühmten Namen sucht man hier vergeblich, geht es hier doch um die ab 1890 geborenen, die zweite, so genannte „verschollene“ Generation der Moderne. Doch die Kunstwerke, wie beispielsweise Florenz Robert Schabbons „Kniender männlicher Akt“ (1921) lassen einen diese Tatsache vergessen. Hier sprüht geradezu die Form- und Farbsprache der Moderne, das Kunstwerk wirkt frisch und lebendig. Der Körper des männlichen Akts ist in warmen Orange- und Rottönen gehalten. Der Hintergund erinnert auch aufgrund der gewählten Farbigkeit in grün und blau an einen Dschungel. Dennoch ist der menschliche Körper, obwohl seine Silhoutte klar erkennbar ist, kein Fremdkörper; zwar hebt sich der Körper deutlich vom Hintergrund ab, gehört aber dennoch untrennbar zu den ihm umgebenden Pflanzen.

Ein ganz anderes Licht wirft allerdings der dritte Bereich der Ausstellung auf. Hier geht es um die Verarbeitung des 1. Weltkriegs, in der Kunst der Malerinnen und Maler der zweiten Generation. Hier sticht insbesondere die sieben Blätter umfassenden sozialkritische Lithografie-Serie „Allen Völkern gewidmet“ von Willibald Krain heraus. Er analysiert den Krieg und dessen schrecklichen Folgen für alle Völker. Das Titelbild zeigt den Krieg als Minotaurus mit blutigen Leftzen und Krallen sowie Blutspuren an den Hörnern. Während auf dem ersten Blatt die Schützengräben gezeigt werden, fliegen auf dem zweiten Blatt „Gerüchte“ unzählige Fledermäuse durch eine verlassene Stadt. Auf beiden Zeichnungen sind im Grunde keine Menschen zu erkennen und es wird eine gruselige Atmosphäre aufgebaut. Auf dem dritten Blatt, das mit „Gebet vom Sieg“ tituliert ist, wird ein Kreuz angebetet, an dem der Minotaurus hängt. Doch endet das Gebet vom Sieg nicht immer im Erfolg, sondern, wie Blatt vier zeigt, im „Blutrausch“. Hier schleicht sich eine Raubkatze durch den blutig roten Nebel, Blut an den Krallen und am Maul. Die Folgen des Krieges und des Blutrauschs zeigen dann die Blätter fünf und sechs: Während auf dem fünften Blatt Frauen kahl und geschunden massenhaft gekreuzigt wurden, hängen tote Körper auf dem sechsten Blatt wie Fahnen an die Masten der Häuser. Das letzte Blatt mit dem Titel „Sieg“ zeigt ein Riesenschwert in einem Meer aus Blut. Auf dem großen Knauf des Schwerts sitzt ein kleiner weißer Vogel, der an eine Taube erinnert. Es scheint, als ob der Krieg doch nicht so siegreich von statten gegangen ist und die Aussicht auf Frieden nur eine sehr kleine Hoffnung ist.

Es werden angesichts der Sichtbarkeit weiblicher Kunst in den 20er und 30er Jahren vergleichweise wenige Gemälde von Künstlerinnen in der Ausstellung gezeigt. Eines, das nachdrücklich in Erinnerung bleibt, ist „Zur Rechtfertigung“ von Elfriede Lohse-Wächtler aus dem Jahr 1930. In der Trennungsphase von ihrem Ehemann Kurt Lohse erlitt Elfriede mehrere Nervenzusammenbrüche. Später wurde bei ihr sogar Schizophrenie diagnostiziert. Nach ihrer Scheidung folgte die Entmündigung und unter den Nationalsozialisten wurde sie der Zwangssterilisation unterzogen. Sie starb am 31. Juli 1940 im Zuge der Euthanasie-Aktion T4. Elfriede Lohse-Wächtlers Bild zeigt einen Menschen, der auf den ersten Blick eher männlich wirkt, bei genauerem Hinsehen allerdings doch mit Ohrringen und Armreifen geschmückt ist, so dass es sich wohl um eine Frau handelt. Die sitzende Frau ist ausgemergelt, ihre spinnendünne Finger dominieren den Vordergrund des Bildes. Hinter der Frau erkennt man eine zweite Person, deren blaue Umrisse so dünn gezeichnet sind, dass sie fast wie ein Geist oder eine Erscheinung wirkt. Die hintere Person ist das ganze Gegenteil der traurigen, nervösen und schmalen Frau. Sie ist dicklippig mit feistem Gesicht und wirkt wie ein bösartiger Putto.

Lohse-Waechtler "Zur Rechfertigung", 1930 (In: http://www.kultur-online.net/?q=node/13163)

Lohse-Waechtler „Zur Rechfertigung“, 1930 (In: http://www.kultur-online.net/?q=node/13163)

Im zweiten Stock des Ephraimpalais findet man zunächst eine Installation aus Fotografien und Dokumenten die Diffamierungsschauen in München (1937) und Berlin (1938) thematisieren. Parolen der Ausstellungen stehen im Vordergrund, die die Künstler_innen und ihre Arbeiten als „entartet“ definieren: Die Kunst sei „eine des Klassenkampfs“ und zeige „interessante rassische Probleme“ auf, mit anderen Worten in der Kunst sei „allerlei entartetes zu finden“. In den Folgen der Definition eines Künstlers als „entartet“ waren Beschlagnahmung noch das harmloseste Vorgehen von Seiten der Nationalsozialisten. Verfolgung, Gefängnis und Deportation standen an der Tagesordnung. Dennoch lösen die Zahlen die Angaben, wie viele Kunstwerke zerstört oder beschlagnahmt wurden, mehr als Unverständnis aus. Symbolisch für die massenhafte Vernichtung von Kunst und Leben zeigt die Ausstellung Lithografien von Kirchner und Bralach, die beide 1937 wie 1938 angeprangert wurden, in Petersburger Hängung. Diese Hängung spiegelt die hohe Anzahl der Beschlagnahmungen wieder: Von Kirchner wurden 1937 722 Werke beschlagnahmt und von Barlach 694. Auf den ersten Blick sind es zunächst nur Zahlen, drücken sie in Höhe und Summe aber immer wieder – wie Nadelstiche – die Leiden der ausgestellten Künstler_innen aus.

FAZIT

Beide Ausstellung sind jeweils auf ihre eigene Weise Botschafter des Themenjahres, das Berlin in 2013 so umfassend präsentiert. Es wird ein Netz des Gedenkens über die gesamte Stadt sowie das Jahr 2013 gespannt. Der Effekt, den beide Ausstellungen, so unterschiedlich ihre Zugänge sind, hervorrufen, ist sensibel und aufmerksam zu machen. Aufmerksam sollen wir für die Spuren des schwärzesten Kapitels der Haupstadtgeschichte sein. Zugleich sollten wir aber nicht nur die Spuren in Berlin, sondern auch in unseren Heimatstädten erkennen, die wie im Fall von Frankfurt, auch allgegenwärtig sind.

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