Neubeginn oder „jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ (Hermann Hesse)

Foto: Frank Löbig

Ich habe in der vorletzten Woche nach vier Jahren das Museum für Kommunikation Frankfurt verlassen, um meinen neuen Job an der Uni Frankfurt anzufangen. Hier bin ich für die Organisation der hundertjährigen Jubiläumsfeier der Goethe-Uni zuständig. Das heißt, dass an dieser Stelle in Zukunft neben Ausstellungen und Museen nun auch Wissenschaft und Universität sowie deren Veranstaltungen thematisiert werden. Ich freue mich darauf – zu schreiben und an der Uni zu arbeiten. Auf jeden Fall habe ich mir aufgrund dieses Jobwechselns in den letzten Tagen viele Gedanken den Neubeginn gemacht. Neubeginn, Neuanfang, aber auch Ende und Aufgeben, denn etwas Neues anzufangen, heißt ja auch immer Abschied von Altem und Gewohnten. Zugleich bedeutet es auch gewisse Ängste vor dem, was kommt und was die Zukunft bringt. Überwiegen sollte allerdings die Freude über die Chancen, die einem der Neubeginn bietet, sowie die Möglichkeiten, mit neuen Leuten neue Sachverhalte anders zu denken und dadurch aus alten Mustern auszubrechen.

Als ich das Wort „Neubeginn“ dann bei unserer Lieblingssuchmaschine eingegeben habe, sind unter den ersten Treffern zunächst Vereine, die einem Hilfe in der neuen Situation anbieten bzw. Hilfe, um überhaupt in ein solche zu gelangen. Einer der wenigen für meine Situation interessanten Treffer war ein Test der Zeitschrift „Brigitte“. In diesem konnte man nach nur wenigen Fragen erfahren, ob man für einen Neuanfang bereit sei oder eben nicht.

Mein Ergebnis stuft alles in allem meine Chancen für einen Neubeginn nur als „gut“ ein. Obwohl ich von außen betrachtet und nach langem In-Mich-Hineinhören natürlich ein „sehr gut“ verdient hätte. Ich frage mich, ob ich die Frage, ob ich in den letzten 12 Monaten spontan woanders übernachtet hätte, das Zünglein an der Waage war. Dies würde mich ärgern, da ich das Zuhause-Übernachten doch eher dem Alter denn fehlender Spontaneität oder Bereitschaft zum Neubeginn zuschreibe. Wie auch immer, ich habe 19 von 26 Punkten erreicht und folgendes Ergebnis erzielt:

Ihre Wertung: Ihre Chancen sind gut

Sie gehen mit einer guten Portion Flexibilität und Realismus durchs Leben und das ist gut so! Sie wissen, wie Sie sich gewinnbringend für Ihre persönlichen Wünsche, Bedürfnisse oder Interessen stark machen können. Vor allem dann, wenn es wirklich darauf ankommt. Im Alltag sind Sie manchmal allerdings überfordert damit, Ihr eigenes Leben selbstverständlich in den Mittelpunkt zu stellen.

Typische Situation: Sie sind gerade mal wieder im Stress und haben eine To-Do-Liste voller Dinge, um die Sie sich dringend kümmern wollten. Und was machen Sie? Pragmatisch fangen Sie an, bestimmte Punkte der Liste zu verschieben, um Zeit zu gewinnen. Und intuitiv wählen Sie natürlich genau die Punkte aus, bei denen es am wenigsten Widerstand geben wird – also alle, die Ihr eigenes Vorankommen und Wohlbefinden betreffen. Da wird sich der Start in ein neues Leben wohl noch verzögern …

Um Belastungen und Stress im Alltag möglichst zu vermeiden, haben Sie noch eine andere Strategie, zu der Sie manchmal greifen: Sie verordnen sich selbst eine Art „inneren Aufnahme-Stopp“ für neue Angebote und Chancen. Allerdings: So ein Stopp ändert ja nicht wirklich etwas an Ihrer Überforderung – und gleichzeitig entgehen Ihnen so vielleicht neue, viel versprechende Möglichkeiten. Deshalb: Wenn Sie Ihr Leben gern bereichern wollen, dann konzentrieren Sie sich darauf. Verschieben Sie Ihre Pläne und Sehnsüchte nicht auf später – Sie leben jetzt!

Da ich beschlossen habe, über das Ergebnis des Tests nicht weiter nachzudenken und in den Worten nicht die richtige Ausdrucksform für meine Stimmung gefunden habe, versuche ich es einfach mit Musik. Da kann sich jeder seine oder ihre eigenen Gedanken über den Neubeginn machen:

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